Home | News | Heeweh-Shop | Appenzellisches | Heimatgefühle | Kontakt
 



News

» Und schon sind wir in der Zeitung ...
» Karin Streule, Innerrhoder Sängerin und Komponistin,
   ist Fan vom Heeweh-Päckli

» Jetzt ein Heeweh-Päckli gewinnen ...
» Anmeldung beim Newsletter
»
Wie dieses Projekt entstanden ist ...
» Genuss-Tipps zu Appezöller Spezialitäten
» Vorankündigung: Texte von Roland Inauen
_________________________________________________________

Appenzeller Zeitung vom 21. November 2009

Heimatgefühle im Päckli-Format

Judith Gross und Doris Hörler verkaufen ein Stück Heimat im Päckli-Format. Erst vor etwas über einer Woche haben sie ihren Online-Versand von Appenzeller Produkten gestartet.

Judith Gross und Doris Hörler sind Appenzellerinnen geblieben, auch wenn beide seit langer Zeit nicht mehr in ihrer Heimat, sondern in Amriswil und St.Gallen leben. Bekennende Heimweh-Appenzellerinnen sind sie, und sobald sie sich unter Innerrhodern befinden, bricht auch ihr Dialekt wieder durch. «Es ‹hemmeletmi a›, wenn ich den Dialekt höre, wenn ich im Dorf einkaufen gehe und all die Erinnerungen an meine Kindheit wach werden», hat Doris Hörler auf der Homepage und auf dem Flyer geschrieben. Und Judith Gross erzählt von der Weihnachtszeit, bei der Erinnerungen an die «Vögel» wach werden oder davon, wie der Vater geräuchlet hat.

Start mit sieben Päckli
Sehnsucht nach der Heimat kannte schon der Vater der Schwestern. Die junge Familie Hörler lebte für einige Jahre in Herisau. Weil aber den Vater solches Heimweh plagte, zog sie wieder zurück nach Appenzell. Und
heute vermissen nicht nur die beiden Schwestern gewisse Appenzeller Bräuche und Spezialitäten, vielen «Heimweh-Appenzellern» fehlen Dinge, mit denen sie aufgewachsen sind. «In Gesprächen mit anderen auswärtigen Innerrhodern tauchen zum Beispiel immer wieder die Vögel, der Chäsflade mit Brotteig oder auch der Schlipfe-Chäs auf», sagt Judith Gross. Die Idee, einen Versand solcher Produkte zu lancieren, hatten die Schwestern vor einem Jahr. Seit etwas über einer Woche nun sind die Flyer gedruckt und ist die Homepage aufgeschaltet. Mittwochs ist Päckli-Tag. Dann verarbeitet Judith Gross die Bestellungen. Deren sieben waren es am vergangenen, ersten Mittwoch. Ein gelungener Start für ihre «Heeweh-Päckli», finden die Schwestern.

«E vetaasereds Heeweh»
Einmal pro Woche fährt Judith Gross nach Appenzell und kauft die Produkte für die Päckli ein. Gefüllt sind diese mit allerlei Feinem: mit Mostbröckli, mit Biberli, mit Honig und Latwerge, mit Alpenbitter, Pantli und mit Käse. Je nach Grösse der Geschenkbox hat man «ä chli Heeweh», «e chli meh Heeweh» oder gar «e vetaasereds Heeweh». Speziell für Weihnachten gibt es Vögel (Zopfgebäck), Chlausebickli oder Räuchli (Weihrauch-Stöckli, um das Haus zu segnen). Auch ein Dialekt- sowie ein Kochbuch werden angeboten, und demnächst sollen Kolumnen von Appenzells Volkskundler Roland Inauen, die einst im Appenzeller Magazin erschienen sind, aufgeschaltet werden. Freilich sprechen die Appenzeller Produkte nicht nur auswärtige Einheimische an, sind das Appenzellerland und seine Spezialitäten doch weit herum und gerade auch bei Nicht-Appenzellern beliebt. Die Heeweh-Päckli eignen sich eben für alle «Heeweh-Appezölle ond detigi wo’s no wettid weede».

Autorin: Christine König
Nachveröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Verlages

   

heeweh-paeckli.ch